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A + W Bildungszentrum - Neuigkeiten - Archiv

BvB in Coronazeiten

nichts wie zuvor

 

Seit September 2019 nehmen wir, Franziska, Annabeth und Jasmin, an der Maßnahme zur Berufsvorbereitung in Papenburg teil, um eine Ausbildung zu finden. In den ersten Monaten der Berufsvorbereitung hatten wir jeden Tag viel Kontakt mit den Leuten hier in der BvB und mit den Mitarbeitern von A+W und vom BNW. Wir waren aktiv auf der Suche nach Ausbildungsstellen, haben 39 Stunden in der Woche im Unterricht Mathe, Wirtschaft, Politik usw. gebüffelt, im Praktikum Erfahrungen gesammelt, in den Gewerken gearbeitet und eigentlich nie darüber nachgedacht, dass ein Virus unsere Berufsvorbereitung einmal lahmlegen könnte. Doch dann kam das Corona-Virus und am 18.03.2020 mit dem Lockdown unser vorerst letzter Tag in der BvB.
Während wir im Lockdown nur zu Hause waren, ging die Zeit nur langsam vorbei. Schnell vermisst man die Leute, die man hier kennengelernt hat und sehnt sich zurück in die Zeit vor Corona. Jede Woche haben Anika und Gerd uns mit Wochenaufgaben und anderen Aufträgen versorgt, unsere Bildungsbegleiter haben uns regelmäßig angerufen. Doch gerade bei der Bearbeitung der Wochenaufgaben haben wir die persönliche Hilfe und die Erklärungen von Anika und Gerd sehr vermisst.  Nach neun langen Wochen durften wir am 25.05.2020 endlich zurück zu A+W und zum BNW. Wir haben uns wirklich sehr auf diesen Tag gefreut. Doch nichts war mehr so wirklich wie zuvor.
Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt, damit der Mindestabstand und die ganzen Vorschriften eingehalten werden können. An den Wänden und auf den Böden sind Kennzeichnungen angebracht, beim Betreten des Bildungszentrums müssen wir uns die Hände waschen und desinfizieren. Die Maskenpflicht ist etwas, was doch noch sehr ungewohnt ist und manchmal auch etwas unangenehm. Durch die Teilung der Gruppe sehen wir leider nicht mehr all unsere BvB-Kollegen, haben aber dafür an manchen Tagen Home-Schooling und müssen daher nicht mehr den ganzen Tag in der BvB verbringen. Jede Gruppe hat zweimal die Woche einen kurzen Unterrichtstag, zweimal einen regulären Unterrichtstag und einen Tag Home-Schooling.
Gerd und Anika haben uns im Unterricht schon häufiger gefragt, welche Form der BvB wir besser finden, die große BvB-Truppe und die Organisation vor Corona oder die kleineren Gruppen und die Organisation der BvB mit Home-Schooling.
Eine Antwort zu geben, ist gar nicht so einfach: Vor der Corona-Zeit waren wir den ganzen Tag mit einer großen Gruppe zusammen, auf Abstand oder besondere Hygieneregeln hat eigentlich keiner so genau geachtet. Durch die 39 Stundenwoche hatten wir eigentlich einen ganz regulären Arbeitstag. Und vor allem hatten wir immer einen Ansprechpartner zur Seite und konnten persönlich alles mit ihnen besprechen. Eigentlich hatten wir schon ziemlich viele Freiheiten hier in der BvB. Jetzt ist es doch alles anders, es ist zwar alles sehr gut organisiert, aber einfach nicht mehr so wie früher. Wir drei sind aber dennoch froh, dass wir drei in einer Gruppe sind und die verbleibende Zeit in der BvB gemeinsam verbringen können, bevor wir am 01.08.2020 unsere Ausbildungen beginnen. Wir sind schon sehr gespannt, wie unsere Ausbildungsbetriebe und die Berufsschulen den Start unserer Ausbildungen mitten in der Corona-Krise organisieren und welche Hygieneregeln uns erwarten werden. Franziska beginnt eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin im St. Lukas-Heim, Jasmin eine Lehre zur Fachkraft für Lagerlogistik bei Kuhr und Annabeth wird medizinische Fachangestellte bei Dr. Eissing. Am Ende der BvB können wir drei trotz der Maßnahmen in letzten Monaten in eine gute Zukunft blicken!

Vielen Dank und bleibt alle gesund!